Vielstundenpflege – Häufige Fragen

Vielstundenpflege – Häufige Fragen

Wenn der Pflegebedarf höher ist - eine Alternative zum Pflegeheim

Vielstundenpflege ist eine zeitintensive, ambulante Pflegeleistung. Die häusliche Betreuungsleistung ist unter dem Begriff der "24 Stunden Pflege" bekannt.

Warum heißt es „Vielstundenpflege“? Ist diese Pflege anders als die sogenannte „24 Stunden Pflege“?

Wir stehen für eine transparente und offene Darstellung der tatsächlichen Leistung. Der Begriff „24 Stunden Pflege“ oder „24 Stunden Betreuung“ erweckt den Eindruck, ein:e Betreuer:in arbeitet 24 Stunden- ohne Pausen, Wochenenden oder Urlaubsanspruch. Dies ist aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht der Fall. Die Bezeichnung „Vielstundenpflege“ beschreibt die Leistung exakter: eine mehrstündige, ambulante Alltagsbetreuung.

Wie teuer ist diese Betreuungsform? Ist das sehr viel teurer als der Platz im Heim?

Die Kosten variieren nach Pflegegrad und Stundenanzahl pro Woche. Für die Kostenaufstellung, sind im Vorfeld einige Fragen zu klären: Pflegt ein Angehöriger am Wochenende? Anzahl der Nachteinsätze (d.h. wieviel Personal wird benötigt?) usw.(siehe oben)

Wir versprechen Ihnen eine transparente Kostenaufstellung ohne bösen Überraschungen. Fragen Sie bei uns einen unverbindlichen Kostenvoranschlag an.

Ist die Betreuungsperson 24 Stunden im Einsatz?

Der verbreitete Begriff „24 Stunden Pflege“ oder „24 Stunden Betreuung“ erweckt den Eindruck, die Betreuungsperson sei eine examinierte Pflegefachkraft und 24 Stunden, rund um die Uhr, im Einsatz. Eine Rund-um-die-Uhr Betreuung von einem:r Betreuer:in ist jedoch arbeitsrechtlich verboten, da die wöchentliche Arbeitszeit nach deutschem Arbeitszeitschutzgesetzt 60 Stunden nicht überschreiten darf.

Die Aufteilung der Arbeitszeiten geschieht in Absprache zwischen dem Pflegedienst, der Betreuungsperson, den Angehörigen und der pflegebedürftigen Person. Es ist im Interesse aller, das Arbeitszeitenregelungen, wie zum Beispiel Pause-, Ruhe- und Freizeitregelungen entsprechend eingehalten werden.

Sind das immer Betreuungskräfte aus dem Ausland? Verstehen diese meine Sprache?

Ja, meistens handelt es sich um Kräfte aus dem Ausland – insbesondere aus osteuropäischen Staaten. Unsere Kräfte sind geschult und erfahren. Die jeweiligen Deutschkenntnisse sind verschieden, aber Sie können Sich auf jeden Fall gut verständigen. Es ist in der Regel nicht ihr erster Einsatz und sie bringen alle notwendigen Kenntnisse mit. Unsere Pflegedienste sind für Sie zusätzlich als Ansprechperson da, sollte es zu Missverständnissen kommen. Wir bieten eine Rufbereitschaft für unsere Patient:innen und Betreuer:innen. Die Pflegemaßnahmen und Betreuungsintensität werden in regelmäßigen Abständen und anlassbezogen mit der Pflegedienstleitung besprochen und angepasst.

Was, wenn ich mich mit der Betreuungsperson nicht verstehe?

Dies kommt nicht oft vor. Die Betreuungspersonen sind erfahren, herzlich und sehr engagiert. Sollten Sie jedoch trotzdem Bedenken haben und einen Wechsel wünschen, ist dies selbst verständlich möglich. Wir organisieren kostenlos und so schnell wie möglich den Wechsel der Betreuungskraft.

Welche zusätzlichen Leistungen bietet der ambulante Pflegedienst an?

Die Betreuuer:innen sind geschult, jedoch in der Regel keine examinierten Pflegefachkräfte, daher dürfen sie i.d.R. keine medizinische Behandlungspflege durchführen (Ausnahme: in Bayern). Diese erfolgt auf ärztliche Anordnung und wird daher unabhängig vom Pflegegrad von der Krankenkasse bezahlt. Beispiele für medizinische Verordnungen sind zum Beispiel das Anziehen von Kompressionsstrümpfen, Injektionen oder das Verabreichen von Medikamenten. Liegen diese Verordnungen vor, unterstützen unsere examinierten Pflegefachkräfte mit der Durchführung.

Wie lange ist der/die Betreuer:in bei mir und was mache ich wenn sie Urlaub hat oder krank wird?

Die Betreuer:innen sind meist für einige Wochen bei Ihnen im Einsatz, bevor Sie für eine Zeit in ihr Heimatland gehen, um anschließend wieder zu Ihnen zurück kommen. Im Idealfall wechseln sich zwei Betreuer:innen ab. Je intensiver die Betreuung ist (wenn zum Beispiel Nacht- und Wochenenddienste notwendig sind), kann es sich auch um mehrere Personen handeln.

Für kurzfristige Ausfälle ist unser ambulanter Pflegedienst gut ausgestattet. Wir garantieren Ihnen zu jeder Zeit eine lückenlose Versorgung. 

Kann ich den/ die Betreuer:in nicht einfach selbst anstellen?

Sie können auch die Rolle des:r Arbeitgebers:in übernehmen, jedoch liegt dann jeglicher organisatorischer Aufwand bei Ihnen. Alle Versicherungsleistungen und zusätzliche Kosten wie Lohnfortzahlungen bei Krankheitsfall oder Urlaub müssen Sie begleichen. Für den Krankheits- oder Urlaubsfall müssen Sie eine weitere Mitarbeiter:in anstellen, womit der organisatorische wie auch finanzielle Aufwand steigt. Der große Vorteil einer Anstellung der Betreuungsperson bei uns ist die einfachere Kostenübersicht und die Reduktion des organisatorischen Aufwands auf ein Minimum.

Was passiert, wenn ich den Eigenanteil nicht mehr bezahlen kann?

Sie können in diesem Fall einen Antrag beim Sozialamt/Landratsamt stellen. Unsere Pflegedienste stehen im guten Kontakt mit den zuständigen Ämtern, Sie werden also sowohl von den Ämtern wie auch von uns bei der Antragstellung beraten. Nach positiver Prüfung Ihres Antrages wird der Eigenanteil oder ein Teil davon vom Sozialamt übernommen.

Vielstundenpflege beziehungsweise 24 Stunden Pflege